Nähwochenende

Wie schön war es mich in dieser turbulenten Zeit für ein ganzes Wochenende – dank meines Freundes – ausklinken zu dürfen, nette Menschen kennenzulernen und in Gesellschaft und unter so kompetenter und sympathischer Anleitung nähen zu können – das Endergebnis seht ihr hier:

Im Vorfeld habe ich mir überlegt was ich nähen will, den Rest des Punktestoffes liebgewonnen und Baumwollstoffe aus dem Schrank dazu herausgesucht, schon ein bisschen zugeschnitten und dann bin ich voller Vorfreude zum Nähkurs mit Martina von Machwerk nach Heidelberg gefahren. Der Vorsatz war mir eine Dany und eine Grete zu nähen – sozusagen im Partnerlook. Mein alter Geldbeutel fällt fast auseinander und eine zweite nutzbare Handtasche könnte ja auch nicht schaden.

Vorn und hinten in der Mitte darf der Punktestoff Platz nehmen und wird eingerahmt an den Seiten und am Boden von einem schlichten, mitteldicken, grauen Echtleder, das mir Marita netterweise überlassen hat. Den Abschluss oben bildet ein grauweiß gestreiftes Leinen mit einem metallischen Reißverschluss, was aus der Not geboren war, da das Leder hier zu dick gewesen wäre, und mir jetzt aber extra gut gefällt. Oben dran ist ein Riemen aus dickem Leder gekommen, ebenso mit Nieten zu einer Schlaufe befestigt wie die Riemchen an der Tasche – beides dann verbunden mit einem dicken Metallring.

Da ich es nicht mag im Dunkeln einer Tasche nach etwas zu suchen (manche Damen haben dafür Taschenlampen an ihrem Schlüsselbund), leuchtet in der Außentasche und vor allem im Inneren der Tasche ein strahlend gelber Baumwollstoff; auch zwei Innentaschen und ein Schlüsselband (mit einem Rest Lieblingswebband) dürfen nicht fehlen. In den Innentaschen können Handy und ein Schreibblock mit Stift bei mir verstaut werden. Und, bekommt ihr schon gute Laune, wenn ihr das seht … ich irgendwie schon und manchmal kann man das ja gut gebrauchen.

An der Seite hat die Dany zwei Außentaschen, in die man Dinge stecken kann, die man schnell zur Hand haben will; für mich Taschentücher und vermutlich dann und wann ein kleiner Schirm oder ein kleine Trinkflasche. Besonders schön finde ich den tollen Drehverschluss – den hatte ich mir vorher schon ausgeguckt. Und die vorderen Außentaschen leuchten hier in türkis und sollen Sonnenbrille und Fahrkarten oder ähnliches beherbergen.

Und dazu passend habe ich mir zum ersten Mal eine Grete genäht und ich werde mich sicher noch einmal daran wagen, denn beim Nähen hat sich mit Martinas Hilfe nach und nach der Knoten im Hirn gelöst, den ich beim Lesen der Anleitung immer hatte.


Am Sonntag habe ich kurz vor Schluss bei der letzten Naht aufgegeben – ich konnte mich einfach überhaupt nicht mehr konzentrieren und die bessere Nähmaschine daheim hatte dann damit auch so überhaupt gar keine Probleme und ich konnte heute mein Werk vollenden.

Sie ist wirklich groß und ich bin gespannt ob ich mich an diese neue Art von Geldbeutel schnell gewöhne. Auch hier gibt es außen den Punktestoff und innen einen Mix aus dem grauweiß gestreiften Leinen als Grundfarbe und gelb und türkis wie in den Innentaschen der Dany; auch hier wollen für mich Dinge schnell gefunden werden. Das Kleingeldfach habe ich ohne Reißverschluss gelassen und es fällt überhaupt nichts heraus.

Ja, was bleibt noch zu sagen, außer ein dickes Danke an Susanne, die mich so nett eingeladen hat, als ein Platz frei wurde, an Martina für die vielen guten Tipps und Hilfen, an Marita die ich mich sehr gefreut habe wiederzusehen! Danke auch an alle Mitnäherinnen, die ich dort kennenlernen durfte – vor allem an Annette, es hat mich sehr gefreut! Danke für die vielen schönen Gespräche, das Nähen und Lachen … es war ein Wochenende zum Kraft tanken und weil die Freude anhält hupfe ich noch schnell zum Freutag und zu TaschenundTäschchen!

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