aus dem Nähkäschtle geplaudert … ein DIY Blog übers Nähen

Herbst – Halloween Bloghop

Heute reicht Marion von Kunzfrau Kreativ den Stab weiter an mich und da mir die Gastgeberin des Bloghops, Ulrike von Ulrikes Smaating, mehrfach versichert hat, dass ich auch nur herbstlich und nicht halloweenig darf, wecke ich heute meinen Blog auf und zeige euch, was für mich Herbst ausmacht.

Halloween gehört für mich nicht dazu – ich fremdle mit diesem „Fest“ sehr, denn diese Tage waren bei uns immer geprägt von Stille, die Gräber richten, den Schrebergarten in den Winterschlaf begleiten … Ich liebe diese Jahreszeit davor sehr, den Übergang, den Wind und Drachen steigen zu lassen, die endlich nicht mehr so heiße Luft, die bunten Blätter, das besondere Licht über allem, ergiebigen Regen, die umgepflügten Felder, die nach Erde riechen und vor allem den Duft, das Aussehen und das Anfassen der vielen Früchte, die im Herbst reifen und uns über den Winter retten: Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Quitten, Nüsse, Kartoffeln, Rüben, Kraut, … es ist einfach wunderbar, was uns die Natur so alles vor die Füße wirft.

Äpfel … in allen Formen und Farben, klein und groß, sauer und süß, saftig und eher trocken, … für jeden Zweck gibt es den richtigen und der allerrichtigste ist der, den man wochenlang am Baum beobachtet und den man dann pflückt und voller Genuß mit einem Krachen reinbeißt und alles schmeckt und riecht … hmm…

Heuer ist die Ernte bei uns wegen Frost im Frühjahr und Hagel auf die kleinen Kuller quasi ausgefallen, aber da es immer Bäume gibt – heuer oft mit kleinen Früchten – auf denen einfach zu viel hängt oder die sogar keiner haben will, durften wir uns bei Nachbarn in der Straße und am Straßenrand beim Baum mit gelbem Band bedienen. So haben wir nun einen heuer nur kleinen Essovorrat, über den wir uns freuen.

Und damit die leckeren Apfelgerichte auch schmecken, dachte ich mir, ich nähe uns einfach jedem ein Apfeltischset. Und weil das zu Zweit viel mehr Freude macht, haben der Junior und ich uns gemeinsam daran gemacht. Zuerst haben wir einen halben Apfel so groß wie möglich auf ein Blatt Papier gezeichnet, dazu einen Stiel und ein Blatt, dann hat er alles ausgeschnitten.

Der schönste Teil des Projektes war dann in den Stoffschubladen zu wühlen, um Stoffe aussuchen und wo es ging auch Reste aufzubrauchen:

Danach die Reihenfolgen der Stoffe festlegen, 7 Streifen schneiden a 7,5 x 32 cm, aneinander nähen und danach ordentlich bügeln. Ich habe mich hier entschieden die Nähte auseinander zu bügeln und danach hat sie der Junge mit dem Clapper sauber flach gelegt. Er hat das wunderschöne Holzteil so gern in der Hand wie ich – ein echter Handschmeichler.

Außerdem hat das Kind nebenbei noch aus einem Reststück Kunstleder drei hübsche Stiele ausgeschnitten, auf die Blätter haben wir beschlossen zu verzichten. Dann wurde der Stoff mit dem Rollschneider so groß es ging freihand um die Papierform herum ausgeschnitten – je nach Länge der Stoffstreifen wurden sie nicht ganz exakt gleich groß, aber die echten Äpfel sind ja auch alle verschieden.

Danach habe ich auf alle drei Teile Reste von Bügelvliesstücken aufgebügelt – das hat leider wieder mal nur so semigut funktioniert und an zwei Stellen kleine Falten geworfen. Irgendwie habe ich dafür kein Talent. Zum Schluss noch ein altes Bettlaken für die Rückseite, einmal mit der Zackenschere außen herum, wenden und zack waren die drei Äpfel geboren und die Wendeöffnungen mit der Hand geschlossen. Eine Naht außen herum gefiel der Junior gar nicht, weil das haben echte Äpfel ja schließlich auch nicht …

Auch in meinem Apfelspalier machen sie sich ganz gut:

Den grünen Apfel soll ich nochmal extra zeigen, den hat sich mein Helferlein ausgesucht für den Tisch.

Und ich werfe morgen den Apfel weiter zu Vanessa von Freulein Linka – ich bin gespannt was dort gezeigt wird.

Vielen Dank Ulrike für den schönen Blog-Hop!

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