6 Köpfe – 6 Blöcke – Oktober

Der Block für den Oktober war – wie auch schon der erste Block von Andrea von der Quiltmanufaktur – anders … er heißt Joseph´s Coat. Es ist ein Block, bei dem wiederum Stoffteile auf ein Grundquadrat appliziert werden müssen.

Höchstspannend fand ich dann wie im Laufe des Monats jeder Kopf irgendwie einen anderen Weg einschlug diesen Block zu nähen. Da gab es bei Andrea das Nähen mit dünnem Vlies, genau wie bei Katharina und Gesine, hingegen bei Nadra mit Freezer Papier, bei Dorthe mit Fuse Under und bei Verena mit Vliesofix. Dazu die verschiedensten Möglichkeiten des Aufnähens mit der Hand bzw. der Maschine mit verschiedenen Stichen. Ich habe alles gelesen und das hat mich irgendwie gelähmt. Aber schlussendlich habe ich immerhin mal eine Idee aufgezeichnet, wie er farblich aussehen könnte – rot und grau war in meiner Planung dran … bloss auch noch bunt oder eher nicht war dann die Frage …

Nachdem ich dann endlich die Bärentatze fertig hatte, habe ich kurz entschlossen einfach die Originalanleitung beherzigt, Stoffe rausgelegt (wenn schon bunt dann richtig) und angefangen … mit einem schwarzen Vlies L11 hinten drauf (weiß gab es im Laden nicht), das nun gelegentlich rausspitzelt, kleineren Nervigkeiten beim Nähen der Blätter (zickende Nähmaschine), größeren Pannen beim Wenden der Blätter (warum habe ich eigentlich das erste Blatt bis zum Ende eingeschnitten … manchmal denkt man einfach nicht oder falsch …), fehlendem Sprühkleber beim Auflegen und Annähen (Nadeln tun es dann eben auch) … und herausgekommen ist ein fertiger Block (noch nicht zugeschnitten), der nicht allzu präzise ist, dessen Farbkombination ich aber mag.

Symmetrische Anordnungen gefallen mir irgendwie doch meist am besten und so habe ich je Stoff zwei Blütenblätter genäht und dann eines im Außenkreis genau einem im Innenkreis gegenüber gestellt. So finde ich es harmonisch.

Das Applizieren von Stoffen auf den Blöcken finde ich zwar spannend und auf einer so begrenzten Fläche auch schön zu nähen, aber ehrlich gesagt fehlt mir dafür auf einem größeren Quilt sicher die Geduld und die Zeit.

Aber so darf mein Joseph´s Coat knapp verspätet noch zur Sammlung bei Andrea und da ich mich freue wieder auf dem Laufenden zu sein auch zum Freutag.

Taschen-Sew-Along 2017 – Oktober

Das Oktobermotto beim Taschen-Sew-Along 2017 bei den Katharinas von „Greenfietsen“ und „4freizeiten“ hieß „Mein eigenes Stoffdesign“.

Am Jahresanfang erschien mir dieses Thema am allerschwierigsten, aber dann habe ich im Laufe des Jahres vor allem bei Susanne von Nahtlust eine Fülle von Ideen zur Gestaltung von Papier und Stoffen gesehen, die mir so unheimlich gut gefallen haben und auch ihre Beschreibungen klangen teils so, als könne ich das bewältigen – wie z.B. das Sonnen-DIY.

So wollte ich gleich noch den kleinen Mann, der so gern stempelt und malt und druckt beteiligen und ihm hinterher etwas Schönes aus dem Stoff nähen. Wir haben also gemeinsam Stofffarben ausgesucht und zum Glück wollte ich dann vorab einen Versuch starten als Test und schon das ging so in die Hose, dass ich davon Abstand genommen habe. Ich werde also in Zukunft diese Dinge lieber bei Susanne bewundern und wenn es mal zeitlich passt einen Papierkurs bei ihr machen – diese tollen Spiralbücher haben es mir wirklich angetan.

Als mir so gar nichts gelingen wollte, die ausgeschüttete Farbe aber auch nicht verderben sollte (da kam der Schwabe wieder durch), habe ich angefangen mit einem Pinsel das Erstbeste das mir einfiel auf den Stoff zu malen … dass hat mich dann irgendwie beruhigt und da sagte mein Sohn „Mama, das sieht aber hübsch aus“ – also habe ich ein ganzes Stückchen weiter gemalt, bis die Farbe alle war. Die Segelschiffe alleine fand ich dann bisschen fade auf dem gelben Stoff und glatt bügeln lies er sich auch nicht. Also habe ich mit türkisem Stoffmalstift noch die Koordinaten eines Sehnsuchtsortes aufgemalt und ein paar kleine Wellen zugefügt …

Genäht habe ich daraus ein Filigree Täschchen, das schon länger auf meiner Festplatte schlummert und auch das war kein voller Erfolg, obwohl es mir bei anderen so gut gefällt. Ich finde es in der mittleren Variante riesig, die Reißverschlüsse im Vergleich zu dünn (vermutlich habe nicht nicht richtig gelesen), das Zusammenspiel der empfohlenen Verstärkung des Stoffes mit dem Kunstleder macht es sehr steif … irgendwie war bei diesem Projekt der Wurm drin … aber ich habe doch ein Stoffdesign geschafft und das zweite Werk daraus mag ich auch wirklich, wie ihr gestern gesehen habt.

Mit kleiner Verspätung wandert mein Täschchen jetzt noch zum Taschen-Sew-Along im September und zu RUMS, denn es bleibt definitv bei mir und erinnert mich mit seinen schönen Farben und den Segelschiffen an einen besonders schönen Ort mit guten Erinnerungen!

  • Schnitt: Filigree von Sew Sweetness
  • Stoff:  bemalter Webstoff, Kunstleder türkis von Frau Tulpe

Materialrevue 2017 – Oktober

So gern hätte ich mal wieder gestrickt oder gehäkelt – passend zum Thema „Wolle“ im Oktober bei der Materialrevue von Maika von maikaefer und Janet vom Knöpflekistchen, aber das kann ich leider nicht mehr machen. Also musste ich mir eine Alternative überlegen und habe begonnen ein Stück Jeansstoff mit bunten alten Stickfäden zu besticken … einfach kreuz und quer … das sah recht hübsch aus … bis, ja bis das Stück leider dem Nachbarskater vor die Tatzen kam …

Aber dann hatte ich von meinem „Stoffdesignversuch“ für den TaschenSewAlong – die Geschichte könnt ihr morgen lesen – ein größeres Stück des bemalten Stoffes übrig und da kam mir eine Idee … ich habe den Segelboot-Stoff noch mit kleinen schwarzen Möwen bestickt – gilt das für das Wolle Thema? Mir gefällt die Kombi aus dem leuchtenden Gelb, dem nicht mehr glatt zu bügelnden Stoff und den schwarzgrauen Möwen am Himmel gut.

Den Stoff habe ich dann genutzt, um das nächste Weinachtsgeschenk zu nähen – eine Beuteltasche „Packs ein“ – ja … bevor der neue Adventskalender kommt habe ich dann auch mal …

Die Tasche bekommt eine segelnde Freundin und ich hoffe sie hat bei abendlichen Einkaufstouren meist rund ums Ijsselmeer für den Proviant des nächsten Tages jetzt, dank des ausklappbaren Innenteils, immer eine passende Tasche dabei und Freude an den individuell hergestellten Segelschiffen.

Allerdings habe ich den Außenstoff noch mit einem Vlies wattiert, da er nicht so besonders fest war. Die Tasche ist dadurch etwas formstabiler und fällt nicht ganz so beutelig. Innen habe ich die Tasche so abgenäht, dass man Handy, Schlüssel und Geldbeutel in extra Fächern verwahren kann … und auch ein paar Wikinger dürfen nicht fehlen.

Für außen fehlt noch der Gurt … mir fehlten die Karabiner, aber das ist ja kein Hexenwerk mehr. Mein Wolle-Projekt verlinke ich bei der Material-Revue im September und sie dürfen auch zu TaschenundTäschchen und zu Maritimes und Meer.

  • Schnitt: Packs ein von Farbenmix
  • Stoff: Reste von Möbelkunstleder, Sternchenstoff von Stick&Style, Streifenstoff von Quiltmaus, bedruckter Stoff Restekiste

Nähzeit am Wochenende 2017 – November

In diesem Jahr startet meine Linkparty „Nähzeit am Wochenende“ immer monatlich – ihr findet sie dann unter dem Reiter auch auf dem Blog und könnt euch so schnell dorthin klicken, um euch zu verlinken.

LogoLinkparty

Regeln:

  • Der Post muss vom Wochenende sein und zeigen, was du so gewerkelt hast.
  • Verlinkt werden darf alles was du da genäht hast.
  • Dein Post darf keine kommerzielle Werbung enthalten, aber gern für Freebooks etc. werben.
  • Hinterlasse bitte einen Backlink zu mir (http://www.naehkaeschtle.de) in deinem Post.

Und nun freue ich mich auf alles, was ihr im nebeligen November so an den Wochenenden im Kämmerlein werkelt!


Stiftemäppchen

Als ich angefangen habe zu nähen wollte ich natürlich unbedingt Mäppchen nähen und das mache ich auch heute noch gern, den diese werden von Menschen allen Alters zu allen möglichen Gelegenheiten gewünscht und finden immer Verwendung.

Verena von Xawam hat sich die Mühe gemacht und eine Anleitung geschrieben, wie man als absoluter Anfänger so ein Mäppchen nähen kann und was man dabei beachten sollte. Und ich durfte es ausprobieren und an vielen Stellen ist mir aufgefallen, dass das was ich heute selbstverständlich mache, es für mich als Anfänger überhaupt nicht war. Das dazugehörige Schnittmuster gibt es in zwei Größen und es ergibt sich einmal ein großes schultaugliches Mäppchen für viele Stifte, Kleber, Lineal oder Geodreieck und weitere Notwendigkeiten und einmal ein kleineres Mäppchen für die kleine Ausstattung.

Besonders viel Verwendungsmöglichkeiten hat der kleine Mann und als wir unsere Stickexperimente begannen brauchte er natürlich auch was Hübsches zum Aufbewahren der Utensilien … und da fiel ihm gleich ein toller Plott ein, der ich von Marita geschenkt bekommen habe – ein Delfin. So beherbegt die große Variante jetzt seine Stickgarne und die Rückseite wurde mit dem tollen bunten Fischewebband geschmückt. Bei der kleinen Version habe ich mich für ein Webband entschieden und schlichtes Grau – es wird ein Geschenk für einen motorradfahrenden Ehemann einer Freundin.

Und dann sind noch drei weitere Varianten entstanden, die verschenkt werden. Hier im Ort gibt es eine jährliches Aktion „Weihnachtsfreude für ein rumänisches Kind„. Dafür packen wir mit dem kleinen Mann jedes Jahr Päckchen – für jeden von uns eines. Gewünscht sind dabei neben praktischen Sachen gern Mal- und Schreibsachen und da ich die Sachen in den Verpackungen so blöde fand, habe ich die Gelegenheit genutzt und für jedes Kind ein Mäppchen genäht und die Sachen da hineingetan – so hoffe ich die Freude ist noch ein bisschen größer. Hier kann man auch gut sehen, was in die große Variante des Stiftemäppchens mühelos hineinpasst.

Und meine Mäppchen dürfen jetzt zu HOT, zu Kiddikram und TaschenundTäschchen.

  • Schnitt: Stiftemäppchen von Xawam (zum Probenähen zur Verfügung gestellt)
  • Stoffe: viele Reste aus meinem Fundus

Farbenspiel – Oktober

Ausgerechnet im goldenen Oktober und der hat diesen Titel in diesem Jahr hier bisher wirklich verdient lautet das Motto beim Farbenspiel von Judith von Septembers Quiltdelight und von Julia von fine fabric „Chic in Schlicht! neutrale Farben“. Tja, das bin ich nun so gar nicht dachte ich … ich mag es nicht weiß, schwarz, grau, braun … schon gar nicht pastell oder nude …

Und dann bin ich mit der Kamera durch Haus und Garten gelaufen und plötzlich schärft sich der Blick und ich habe angefangen nachzudenken und so habe ich doch etwas herausgefunden, dass mir so spontan danach gefragt sicherlich nicht eingefallen wäre …

In meinem Kleiderschrank macht sich seit einem guten Jahr „schlicht“ breit … die bunten Muster sind verschwunden und es hat sich viel grau breit gemacht, auch ein bisschen schwarz und weiß …

… allerdings doch immer in Kombi mit kräftigen Farben wie vor allem petrol, blau und rot und meiner Entdeckung des letzten Jahres gelb – es passt so schön zu dunkelblau und ja … grau.

Das Polaroid ist grau; gern hätte ich einen Stoff mit verschiedenem grau gehabt, aber den gab es nicht in meinem Vorrat.

Im ganzen Wohnbereich liegen graue Fliesen und die Vorhänge vor dem Fenster … weiß, grau und dunkelgrau … auch hier kombiniert mit einer kräftigen Farbe – einem satten rot wie auch auf meinem Blog, so leuchtet dann auch die Haustür, wenn man hinaus geht.

Hinaus in den Garten und da sieht man dann eher die andere für mich neutrale Farbe … beige, braun, … das mag ich lieber nur draußen: braune Erde, das braune Holz und die schönen graubraunen Steine die ich so mag, weil sie eben keine einheitliche schlichte Farbe haben …

… noch besser ist das zu sehen, wenn man auf das Gründach des Carports schaut und die Kiesel betrachtet – im Garten ist die Hauptkontrastfarbe grün und eigentlich alle Farben, weil immer etwas blüht.

 

Ja und nun war die Aufgabe der beiden ein Projekt zu finden, das eine abgerundete harmonische Mischung mit neutralen Farben schafft … beim Nähen kann ich das leider nicht, aber ich stimme Judith zu, dass diese neutralen Farben klärend wirken und Harmonie schaffen.

Und so zeige ich euch zum Abschied noch ein bisschen Wehmut und Erinnerung an den goldenen Herbst … ein bisschen Farbe in „schlicht“.

Meine Erlebnisse mit den neutralen Farben dürfen heute zum Farbenspiel und zum Freutag, weil ich mich wieder mal freue bei dieser schönen Aktion Dinge in meinem Leben bewusst entdeckt zu haben!

6 Köpfe – 6 Blöcke – September

Der traditionelle Bears Paw Block war die Aufgabe für den September und wurde präsentiert von Verena von Einfach bunt.

Diese Bärentatze sollte auf Papier genäht werden und ich muss gestehen, ich habe auch beim zigsten Mal durchlesen nur Knoten im Kopf gehabt, wie das mit dem Papier geht und auch selber probieren mit drehen und wenden in der Hand hat irgendwie nicht geholfen wie sonst. Hätte ich mal gleich das tolle Tutorial von Meer&Wind entdeckt, hätte ich mich vielleicht doch noch daran getraut.

Als ich mir im Laufe des Monats die Nählösungen der anderen Köpfe angesehen habe waren da auch welche dabei, die mit Dreiecken genäht haben, wie Katharina von Greenfietsen und Dorthe von lalalapatchwork.

Also habe ich die Restdreiecke der anderen Blöcke heraus-geholt und hin- und hergeschoben, bis ich mit der Anordnung halbwegs zufrieden war – ich mag einfach nichts wegwerfen. Und noch mal den Artikel zu den Half-Square-Triangels nachgelesen. Dann die restlichen Dreiecke zugeschnitten und erst mal die Bärentatzen genäht.

 

Diese waren dann wieder Erwarten sogar in der richtigen Größe gelungen und so habe ich die Zwischenstreifen zugeschnitten und dann angenäht und so habe ich auch diese Tatze bewältigt – wenn auch erst Ende Oktober. Wie so oft bin ich mir wohl selber im Weg gestanden, weil ich erst alles verstehen wollte. Als ich dann endlich am Nähen war und alles neben mir liegen hatte wusste ich auch was ich nähen musste und ich habe sogar ohne langes Nachdenken eine gute Lösung für das Bügeln der Nahtzugaben gefunden, so dass sich dann alles irgendwie fügte. Bloss so ein Designboard, das wäre wirklich praktisch gewesen.

Und ich muss sagen das Muster an sich gefällt mir sehr, die Zusammenstellung der Stoffe finde ich so fertig gar nicht mehr so improvisiert – vielleicht eher ein Schneeleopard wie ein Bär.

Ich habe im Moment was diesen Quilt angeht einen echten Durchhänger, denn auch für den Oktober habe ich wenig Motivation verspürt. Ist es weil ich mit den Stoffen und Farben nicht so wirklich glücklich bin, weil mir so viele andere Blöcke besser gefallen oder lähmt mich schon das Unwissen, wie ich das alles noch zu einem harmonischen Ganzen zusammenführen kann?

Ich gehe jetzt auf jeden Fall sofort den Oktober in Angriff nehmen, ehe ich wieder in Verzug gerate und bin schon gespannt wann und wie die Anleitungen erscheinen zum Anordnen und Zusammenfügen der Blöcke, dem Zusammensetzen des Quilts, dem Quilten an sich (davor habe ich am meisten Bedenken, nicht das alle Mühe dann umsonst war) und dem Binding. Schon eine Mamutaufgabe, die sich die 6 Köpfe da vorgenommen haben, sind ja doch ein paar Quiltfrischlinge wie ich auch mit dabei …

Und so darf sich meine Bärentatze jetzt in die Spur reihen bei der Sammlung von Verena und noch zu RUMS … der Quilt wird schließlich für mich.

Mein Spätherbstkind

Ja in dieser Jacke steckte der Wurm drin ab der Hälfte und so ist sie erst gestern fertig geworden, auch animiert durch die plötzliche Kühle und den eisigen Regen. Aber ich habe mein zweites Projekt vom Herbstkind-Sewalong fertig gestellt.

Leider war mir am Ende in der Anleitung beim Einnähen des Reißverschlusses nichts mehr klar, sodass ich den Reißverschluss einfach hingelegt und so eingenäht habe, wie er halt hineingehört. Zusätzlich habe ich auch die Taschenbeutel innen noch befestigt, damit sie nicht so herumbaumeln und womöglich im Reißverschluss beim Zumachen eingeklemmt werden. Der Reißverschluss ist schon alt und relativ steif und ich habe an der Geraden wohl das Schrägband auch bisschen gedehnt, deshalb wölbt sich der Reißverschluss jetzt so ein bisschen vor.

Dafür habe ich zum ersten Mal eine neue Maschine benutzt, eine Covermaschine, die ich gebraucht erwerben konnte (obwohl sie erst ganz weit hinten auf meiner Wunschliste stand). Ich bin überrascht, wie einfach und selbsterklärend sie sich einfädeln lies und ach wie einfach und vor allem sauber das Einfassen mit diesem Falzgummi da ging (bis auf die Kurven … und den richtigen Dehnungsgrad und …). Jetzt kann ich mich dran machen so nach und nach ihre Möglichkeiten zu entdecken.

Auch wenn es lang gedauert hat freue ich mich jetzt über ein gelungenes Recyclingprojekt, dass aus einer Wolfsjacke vom großen Mann jetzt eine Seebärjacke für den kleinen Mann hat werden lassen – der Kuschelpulli ist gerettet (ohne die kaputten Stellen an den Ärmel und Kragensäumen), der auch noch so kleinste Rest des so gemochten Seebär-Stoffes ist verwendet und ein alter Reißverschluss eingenäht – ich finde das prima. Das Fazit zum Schnitt Fleecejacke aus dem Buch KLIMPERKLEIN von Pauline Dohmen lautet: super Passform vor allem an den Schultern/Ärmeln, schöne Jackenlänge, etwas gut weit an meinem Kind in der Breite(Pulli passt dafür leicht drunter), etwas zu lange Ärmel (wie immer) – gut und zur Nachahmung empfohlen.

Und die Augen vom kleinen Mann als wir gestern vom Kindergarten nach Hause kamen wurden immer größer, die Jacke wurde gleich angezogen … bloss die Bilder vom ständig hüpfenden und springenden Kind vor grauem Himmel sind … nun ja, da fehlt mir noch die Übung um schöne Bilder hinzubekommen.

  • Schnitt: Fleecejacke aus dem Buch KLIMPERKLEIN von Pauline Dohmen
  • Stoff: alte Jacke vom Wolf, Seebar von Lillestoff, Reste

Umhängetasche Fortuna

So langsam finde ich doch Gefallen am Material Kork und dabei ist für diese hübsche Umhängetasche bis auf einen Ministreifen der Rest meines Testbogens draufgegangen. Die Tasche Fortuna stammt aus der Feder von Tina Blogsberg und besticht mit einer wirklich sehr detailierten und super bebilderten Anleitung.

Fortuna ist eine mit 30cm x 24cm mittelgroße und flache Umhängetasche für Gelegenheiten, bei denen man die große Handtasche nicht braucht oder mitnehmen will. Bevorzugt ist sie ausgelegt auf Kunstleder und feste Webstoffe für außen und Webstoffe für innen.

Auf der einen Seite hat sie ein geräumiges Außenfach mit Reißverschluss und innen eine Handytasche. In ihr finden bequem neben dem Handy ein großer Geldbeutel, Schlüssel, ein Taschenschirm oder eine kleine Wasserflasche, ein Täschen für Diverses und Taschentücher einen sicheren Platz, da die Tasche oben mit einem Reißverschluss zugezogen wird. Für das Einnähen dieses Reißverschlusses bietet Tina im Ebook drei verschiedene Varianten an, die sich jeweils für bestimmte Stoffkombinationen gut eignen.

Schöne Details sind auch die Patches an den Taschenecken, die der Tasche etwas besonderes verleihen. Leider haben sie bei mir das Vorderende des schönen London Bus verschluckt, was mein Sohn total blöde findet. Die Tasche ist mein erstes Weihnachtsgeschenk und gedacht für eine anglophile Kollegin, zu der dieser Schnitt perfekt passt und die sich hoffentlich darüber freut. Und die Anregung wandert noch zu TaschenundTäschchen, zu HOT, zum Creadienstag und den Dienstagsdingen und jetzt – saust schnell rüber zu Tina und holt euch das tolle Freebook!

  • Schnitt: „Fortuna“ von Tina Blogsberg (für das Probenähen zur Verfügung gestellt)
  • Stoff: aus meinem Fundus, schwarzer Kork von Snaply, Vorhangringe, Gurtband Nähkaufhaus

Handtasche für sehr junge Damen (und Herren)

Da will man aus dem Haus gehen und wirft schnell zielsicher Schlüssel, Geldbörse und sonstigen Kram in die Handtasche und dann steht da so ein kleiner Zwerg und sagt „Mama ich brauch auch eine Handtasche für meine Sachen“. Und da hilft dann auch kein Argument, dass die ja nur so klein wäre und er ja Schlüssel, Geldbörse und sonstigen Kram nicht braucht und der Rest in Mamas Tasche Platz hat … uff, kennt ihr das auch?

Ich zum Glück nicht, aber ich höre es im Bekanntenkreis im Moment sehr häufig und da kam mir doch der Aufruf zum Probenähen des Kinder- und Ausgehtäschchens „Mini-Smilla“ vom Kreativlabor Berlin in Kooperation mit Frau Fadenschein gerade recht, um einen passenden Schnitt zu testen. Und ich muss sagen ich bin wirklich begeistert, da es eine echte kleine Kinderhandtasche ist – oder eben eine kleine schicke Ausgehtasche für uns Große.

Die Tasche ist ca. 17cm breit, 14cm hoch und 5cm tief und es passt eine schmale Brotzeitdose und ein Getränkepack hinein für die Kinder und für uns Große Geldbeutel, Schlüssel und Handy und ein Taschentuch – aber wirklich nicht mehr.

Von der Optik her besticht sie durch wunderschöne Details, wie die Boden-Seitennaht, die exakt in die dreieckigen Patches der Vorderseite übergeht, die tolle Steckschlosslösung vorn und den besonderen „Beschlag“ an der Klappe. Alle diese Details sind im Ebook ausführlich beschrieben und haben sich in dieser Minigröße tatsächlich problemlos nähen lassen.

Im Innenraum ist noch ein kleines Reißverschlussfach vorgesehen, dass ich in meiner Kindervariante weg gelassen habe. Sie ist innen mit beschichteter Baumwolle genäht, damit sie abwischbar ist. Für Schlüssel oder Wertsachen aber sicher empfehlenswert eine Tasche einzunähen. 

Verwendet habe ich für meine Kombination außerdem zwei verschiedene Farben Kunstleder, die Tasche kann aber auch aus anderen stabileren Stoffen oder normaler Webware gefertigt werden – die Verstärkungsmöglichkeiten sind im Ebook genau erklärt. Weitere Beispiele findet ihr hier beim Kreativlabor.

Und habt ihr auch Verwendung für eine Kinder- und Ausgehtasche im schicken Look? Mir gefällt der Look so gut, dass ich mir die Tasche in größer nähen werde – vielleicht endlich als Fototasche, die würde ich wirklich brauchen. Und weil diese Tasche ein echter Freugrund ist schicke ich sie auch zum Freutag und zu TaschenundTäschchen.

  • Schnitt: Kinder-und Ausgehtasche Mini Smilla vom Kreativlabor Berlin in Kooperation mit Frau Fadenschein (zum Probenähen zur Verfügung gestellt)
  • Stoff: Kunstleder von Stoffwelten, Wachstuchrest
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