Let´s swap – #10

*Wir sind sehr spät dran mit unserem Tausch für den Oktober, Annette von Augensterns Welt und ich. Aber in diesen Wochen war bei uns beiden die Zeit irgendwie an allen Ecken und Enden zu knapp und dann, nun ja war die Wahl unseres Tauschprojektes nicht ohne.

Annette hatte diesen hübschen Brezelkorb von Joe June and Mae entdeckt und mir gefiel er, wie viele andere ihrer Motive, auch sehr gut und ich habe mich zunächst mit Annette und mit viel Vorfreude daran gemacht. Klang ja nicht so schwer, ein Papiernähmotiv und das dann zu einem Korb nähen.

Aber dieses Projekt wurde wirklich zu einer großen Herausforderung … irgendwie in jeder Hinsicht und ich zeige euch das jetzt hier mit allen seinen Fehlern. Die Stoffauswahl ging noch leicht, ich mich entschieden für einen orangen Farbverlauf des Confettistoffes, weil ich es etwas edler haben wollte … eben für Besuch, wenn man einen größeren Stoffkorb braucht.

Allerdings wurde allein das Nähen der tollen Brezel auf Papier auch im dritten Anlauf nicht mal annähernd perfekt bei mir, irgendwie habe ich das Papiernähen noch nicht so richtig raus. Links unten mittig diese Ecke, die bekam ich bei allen Versuchen einfach nicht hin, trotz natürlich richtiger Vorlage, wie man an vielen tollen Brezeln im Netz sehen kann … und schlussendlich habe mich dazu entschieden es auch so zu lassen und auch oben rechts die Biegung ist nicht gut geworden. Leider habe ich auch die Farbverläufe, die beim ersten (aber sonst missglückten) Versuch sehr schön waren, nicht mehr so ganz hinbekommen. Ich wollte um die Brezel die helleren Stoffteile habe und dann außenrum den kräftigeren Teil.

Dann habe ich, weil ich mich verrechnet habe, die Streifen ober- und unterhalb sowie die beiden Außenstücke falsch herum angenäht und musste dann auf der Rückseite noch ein Stück anfügen, um wieder auf den angegebenen Umfang zu kommen.

Anschließend sollte man das Vlies auf das Außenteil quilten, das ging prima. An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob ich bei der Dicke des Vlieses nicht nur eine knappe Nahtzugabe lasse, sondern noch weniger Vlies nehme, damit es beim Zusammennähen und wenden gut geht, wenn ich nachher den Boden drannähe, der genauso verstärkt ist. Ich habe mich dann dafür entschieden das Vlies deutlich kleiner als den Stoff zu machen und diese Entscheidung glaube ich war auch gut, denn das Zusammennähen des Außenteils und des Bodens klappte so bestens.

So ähnlich dann nochmal beim kleineren Innenteil mit einer anderen Verstärkung und mit viel weniger Quilting … das hat auch gut geklappt. Dann ineinanderstecken … der untere Rand ließ sich gut an der Kante umbrechen, dank der vliesfreien Nahtzugabe, aber der innere Teil ist mir einen Ticken zu groß geraten … aber ich bin ehrlich. Ich hatte Angst ich verschlimmbessere noch was an dem Korb und so habe ich es gelassen.

Oben dran gehört, wie ihr hier drunter an Annettes Korb mit den richtigen Proportionen so schön sehen könnt, eigentlich ein Schrägbandabschluss. Allerdings habe ich beim Nähen des Außenteiles schon bemerkt, dass mein Korb sehr hoch wurde (danke meiner fälschlicherweise improvisierten Drehung von Stoffteilen) und so habe ich am Außenteil oben das Vlies einfach 2cm kürzer gemacht und beabsichtigt den hübschen Außenstoff auf den schlichten Innenstoff aus Leinen einfach zumzuschlagen als bunten Abschluss. Das sieht auch hübsch aus und da ich es innen mit der Hand angenäht habe, konnte ich das Mehr an Stoff von außen auch innen glatt annähen – das soll wohl das angesetzte Schrägband eigentlich verhindern. Es ist also eher ein Baguettekorb geworden für Annette.

Also, so sieht der Korb von der Größe, Form und dem oberen Abschluss eigentlich aus. Vergleicht man unsere Werke mit den Abbildungen in der Anleitung, so fehlt Annettes Korb unten ein bisschen Sicht auf den hellen Randstreifen – der aber wirklich vorhanden ist, nur durch die Dicke der Vliese ist der Korb unten so rundlich.

Annette ist die Brezel super gelungen, ich glaube ich muss lernen bei diesen Mustern auf Papier Stück für Stück zu nähen, zu kontrollieren, zu trennen und dann meine Fehler “anzugleichen”.

Auch das Quilting ist perfekt, denn sie hat innen zwei etwas schmälere Felder gemacht und deshalb einen genau passenden Rahmen um das Motiv gezogen, wogegen ich einfach immer im ca. gleichen Abstand gequiltet habe, ohne Rücksicht auf das Motiv … auch das merke ich mir, weil ich es so geschickt gelöst finde.

Der etwas dunklere Innenstoff ist sehr hübsch und Annette hat hier, genau wie ich auch weniger gequiltet, den Boden sogar gar nicht. So bleiben weniger Brösel hängen, sehr praktisch und die Passform des Innenteils zum Außenteil ist hier auch prima geglückt.

Die Stoffkombination gefällt mir sehr gut und auch alles andere und ich freue mich sehr darüber für das nächste Brunch oder größere Grillfeiern so einen schönen Brezel-Brotkorb zu haben, vielen lieben Dank!

Fazit: Ich habe einen tollen Brotkorb und ich hoffe Annette auch – beide sind groß und wirklich super tauglich für mehrere Personen.

Ach ja – das war eine echte Herausforderung für mich und ich gehe mal nachlesen, ob das bei Annette auch so war … und ich mache noch ein Kreuzchen beim Herbsthandarbeitsbingo von 60°Nord.

Und verlinkt werden diese Werke noch beim Modern Patch Monday und bei HandmadeOnMonday.

* Auf meinem Blog schreibe ich privat und ohne kommerzielles Interesse über mein Hobby und nenne oder zeige dabei auch Schnittmuster/Materialien/Bücher/Zeitschriften/… Dazu äußere ich in meinen Beiträgen meine freie persönliche Meinung. Auch verlinke ich andere Blogs oder Websiten, wenn ich dort Dinge von Interesse entdecke und mit meinen Lesern zu deren Information teilen möchte. Für alle diese Einschätzungen erhalte ich keine Gegenleistungen.

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6 Gedanken zu “Let´s swap – #10”