Sockenstrickerei …

Stricken … das ist in unserer Familie schon immer eine besondere Aufgabenteilung gewesen … Meine Oma war immer für das Stricken der großen Teile, wie meiner heiß geliebten Norwegerpullis, zuständig. Ich halte sie in Ehren, ziehe sie immer noch gern an und pflege sie gut, damit ich sie noch ewig haben kann …

Für das Stricken von Socken hingegen war meine Großmutter zuständig und inzwischen hat schon lange meine Mama die Verantwortung dafür übernommen. Mein Vater beschwert sich seit Jahren immer wieder über auf dem Sofa herumkullernde und ihn pieksende Stricknadeln oder das er dieselben aus den Ritzen des Kanapees angeln muss. Auch als Aufwickelhilfe für Wolle etc. macht er sich inzwischen gut. Damit nun endlich diesem Leiden ein Ende ist, habe ich für meine Mama ein Strickutensilo genäht nach dem Freebook „Klammerbeutel Dione“ von Tina Blogsberg.

Leider habe ich außen den Rand ein bisschen sehr hoch gezogen, so dass man nicht mehr so viel vom schönen Motivstoff darunter sehen kann … nun ja, dafür passt es aber zum Sofa. Aber es gehen sicher hinein: Sockenwolle für das aktuelle Projekt, das Nadelspiel, eine Schere, die Maßtabellen und eine Häkelnadel oder dergleichen. Innen könnt ihr den Motivstoff sehen.

Ich selber habe in der Schule das Stricken hassen gelernt – da wurde unbrauchbares blödsinniges Zeugs mit den falschen Nadeln und in den falschen Größen fabriziert …Oma und Großmutter versuchten mich immer wieder für das Stricken zu begeistern und so ein bisschen mochte ich es dann doch und habe auch mal größere Teile gestrickt. Inzwischen mag ich das Nähen viel lieber und ich kann mit meinen Händen auch nicht wirklich mehr so gut stricken. Wie ist das bei euch in der Familie den so, das fände ich spannend zu wissen?

Meinen Beutel schicke ich jetzt zum Freutag und zu Tina und hoffe auf viele Besuche bei meiner Wochenendlinkparty im Nähkäschtle – ein schönes sonniges Frühlingswochenende euch allen!

  • Schnitt: Freebook „Klammerbeutel Dione“ von Tina Blogsberg
  • Stoff:  Reste von Sofakissen, Paspelreststück, Motivstoff vom Möbelschweden

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10 Kommentare

  1. Ich finde den schmalen Streifen des Motivstoffes gerade schön. Sehr edel in der Kombination. Das gefällt deiner Mama sicher sehr und deinem Papa sowieso. Ich stricke wirklich gern. Wenn nur mehr Zeit wäre!!! Leider siegt dann doch fast immer die Nähmaschine. Geht einfach schneller. Viele liebe Grüße maika

  2. Liebe Ingrid!
    Der Beutel ust toll, oder? So schnell genäht und zudem noch vielfältig einsetzbar. Die Taschen an der Seite finde ich klasse! Ein toller Projektbeutel für deine Mama.
    Meine Oma hat sehr viel gestrickt und meine Mama tut es auch. Allerdings keine Socken, sondern fast ausschließlich Pullover und Jacken.
    Liebe Grüße
    Doro

  3. Der Beutel ist schön, ein tolles Geschenk. Meine Oma väterlicherseits war eine wahre Sockenstrickmaschine, meine Oma mütterlicherseits hat auch gestrickt aber wesentlich weniger. Meine Mutter und meine Schwester stricken auch ab und an.
    Ich finde Stricken naja… ich lasse eindeutig zu viele Maschen fallen. Ich habe Knooking für mich entdeckt, das klappt besser. ;o)
    Viele Grüße, Tina

  4. So eine Tasche ist ein tolles Geschenk und die Farben gefallen mir sehr gut. Meine Mutter hat früher viel gestrickt. Bei mir sind das immer so Phasen. Durch die Kids komme ich fast gar nicht mehr dazu. Da nähe ich lieber, das geht wesentlich schneller. Gerade habe ich mal wieder einen Pulli angefangen, aber allzu weit bin ich noch nicht. Mal sehen, ob der mal fertig wird.
    Liebe Grüße, Sandra

  5. Ich stelle es mir bildlich vor, die Stricknadeln, die überall aus der Couch pieksen. Meine Mama ist bei uns mittlerweile auch fürs stricken zuständig und hat immer ein Körbchen an der Couch stehen. So ein Beutel ist da auch eine gute Idee, muss ich mir mal im Hinterkopf bewahren.
    Liebe Grüße, Melanie

  6. Hej Ingrid,
    ich habe von meiner Oma stricken gelernt und kann eben einfache Muster und hab auch schon mal einen Pulli mit Norwegermuster gestrickt, ausserdem liebe ich selbstgestrickte Socken, die gehen prima. Für alles andere fehlt mir wohl die Geduld :0) ich nähe lieber…der Beutel ist ganz toll geworden, prima idee…Ganz LG aus Dänemark und einen schönen Sonntag, Ulrike :0)

  7. Hallo Ingrid, so ein Strickutensilo ist eine super Idee und Deines gefällt mir sehr.
    Meine Oma hat mir als ich 9 Jahre alt war versucht das Stricken bei zu bringen.
    Angefangen hat sie mit einem Nadelspiel für Socken.Da habe ich schnell die Lust verloren und hatte sehr schnell nur noch ein verwurschteltes Durcheinander, aber inzwischen stricke ich sehr gerne.Auf meinem Blog ist davon einiges zu sehen.
    Momentan hat aber das Nähen den höheren Stellenwert,da ich noch viel lernen möchte.
    Liebe Grüße Iris

  8. Ich erinnere mich auch, dass meine Mama mir versucht hat das Stricken beizubringen, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Auch eine Bekannte hat es nochmal probiert, zwecklos. Ich nähe einfach zu gern und jetzt wo es Strickstoffe gibt sehe ich noch nicht mal mehr die Notwendigkeit dazu…

    LG Anja

  9. Meine Omas haben beide nicht mehr gestrickt, seit ich mich erinnern kann. Mein Vater hat mir erzählt, daß seine Mutter ihn und seine Schwester als Kinder immer bestrickt hat und auch zu kleine Pullover aufgezogen und dann mit bunten Mustern neu gestrickt hat, damit dann die Wolle wieder reicht für einen größeren Pullover. Fand ich toll. Leider hat meine Oma das offenbar als lästige Pflichtarbeit empfunden und sobald sie nicht mehr mußte aufgegeben.
    Die Oma mütterlicherseits hatte überhaupt kein Faible für irgendwelche Handarbeiten. Auch meine Mutter hat nur genäht und gestrickt, weil es sein mußte und sofort aufgegeben, als es nicht mehr nötig war (sie hat auch Probleme mit Rheuma und deswegen ist die Körperhaltung beim Stricken eh nicht gut für sie).

    Ich war immer ein Exot in der Familie, weil ich von Anfang an Handarbeiten mochte. Häkeln, Stricken, Sticken, Weben, Brettchenweben, Klöppeln, Nähen, Schiffchenspitze, Fingerloop, Nadelbindung, Töpfern, Spinnen, alles ausprobiert.
    Stricken habe ich in den 90ern fast komplett aufgegeben, da ich wenig Zeit hatte durch kleines Kind und erst Studium, dann Job, aber seit einigen Jahren mache ich es wieder sehr gern und regelmäßig. Das Schöne am Stricken ist, daß es so portabel ist, ich hab immer was in meinem Rucksack und stricke in der Bahn zur und von der Arbeit. Nähen muß man halt immer zuhause und dann sieht das Wohnzimmer immer tagelang aus wie nach nem Bombeneinschlag…

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